Erste Runde Pokal. Normalerweise ein Anlass, um auf den Sportplätzen der Republik an sporadisch aufgestellten Bauzäunen zu rütteln oder sich bis kurz vor Ausstieg zu fragen, ob die Wiese, auf der man parkt, wirklich der vermeintliche Gästeparkplatz ist. Wie aber jeder weiß, ist die 1. Runde (zumindest zu großen Teilen) nicht mehr das, was sie mal war.

Auch wir bekamen die Verrohung zu spüren, denn als das erneute Los Fortuna Düsseldorf auswärts in die Kamera gehalten wurde, hielt sich die Vorfreude zumindest erstmal in Grenzen. Da aber nur ein kleiner Teil schon die erste Pflichtspielluft in Schottland geschnuppert hatte, fand sich am Sonntagmorgen doch der eine oder die andere am Treffpunkt ein. Die etwas zähe Fahrt an den Schreibtisch des Ruhrgebiets wurde sich mit Winzerweckle, kalten Getränken und Kartenspielen vertrieben und so kam man, trotz vereinzelter kleinerer Staus, recht pünktlich an der, von außen wirklich zu wünschen übrig lassenden, Spielhallen-Arena an.

Nach verhältnismäßig entspannten Einlasskontrollen ging es durch den Umlauf, der so steril ist, dass man da jemanden operieren könnte, nicht wie letztes Jahr in den Oberrang, sondern in den unteren linken Teil des Unterrangs. Auch die anderen Gruppen verteilten sich über die gesamte Breite des Zauns. Insgesamt fanden sich 3100 Breisgauer im Gästeblock ein, was für einen Sonntagabend doch recht solide ist.

Nachdem man auf der Gegengerade noch ein bisschen Aufruhr beobachten konnte, wurde die Partie vor einem halbvollen Stadion angepfiffen. Trotz einer guten Transferphase setzte Schuster auf bewährte Mittel und startete nur mit unserer neuen Nummer 1 als Neuzugang in die Partie. Auf dem Platz ließ die Sport-Club Elf nichts anbrennen. Nach einer soliden ersten Halbzeit mit einem Führungstreffer in der 18. Minute von Höler dümpelte das Spiel dem Halbzeitpfiff entgegen. In der 2. Hälfte startete die Torflut dann ab der 71., wo die Jungs aus dem Breisgau der Fortuna mit vier Dingern und dem Doppelpack von Matanovic das Licht ausknipsten, trotz kurzem Hoffnungstreffer der Fortuna.

Auf den Rängen war die Stimmung gerade in der ersten Hälfte echt mau. Auch wenn es nicht das attraktivste Erstrundenspiel ist, gilt es trotzdem, es nicht als selbstverständlich zu sehen, Jahr für Jahr solide DFB-Pokal-Saisons zu spielen. Sowohl Mitmachquote als auch Lautstärke ließen wirklich zu wünschen übrig. In der 2. Hälfte besserte sich das altbekannte Phänomen dann ein wenig, was sicher auch an der guten Vorstellung der Mannschaft lag. Luft nach oben bleibt dennoch. Nach kurzem Feiern der Mannschaft und unseres Capitanos auf der Bank, wurde zusammengepackt und sich wieder in den Bus über die A3 in Richtung Breisgau gemacht, wo man gegen 3 Uhr unsere geliebte Stadt erreichte.

Nach einer erfolgreichen Conference-League-Quali am Donnerstag startet nun auch endlich wieder die Bundesliga, wo uns mit einem Heimspiel gegen Bremen ein doch attraktives erstes Spiel erwartet. Also, jetzt heißt es wieder in 3 Wettbewerben:

Alles für den Sportclub!

Daten & Fakten:

Begegnung: Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. — Sport-Club Freiburg e.V. 1:5 (0:1)
Wettbewerb: Deutscher Vereinspokal – 1. Hauptrunde
Wann und Wo: Sonntag, 23. August 2026; Rheinstadion, Düsseldorf
Zuschauerzahl: 27.616, davon ca. 3100 SC-Fans
Den Greif auf der Brust trugen: Backhaus – Kübler, Ginter, Lienhart, Makengo (81. Günter) – Eggestein, Osterhage, Beste, Suzuki (69. Matanovic), Grifo (69. Scherhant) – Höler (86. Goto)
Tore: 0:1 Höler (18.), 0:2 Matanovic (71.), 0:3 Kübler (74.), 1:3 Schleusener (76.), 1:4 Makengo (80.), 1:5 Matanovic (90.+4)