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Es geht wieder los! Auf eine spannende Auslosung folgte ein durchaus interessantes Los im Pokal, mit dem die Saison 19/20 eingeläutet werden sollte. Nach dieser Saison wird sich mit dem Umzug in das neue Stadion einiges verändern. Umso schöner, dass es Dinge gibt, die sich irgendwie nicht mehr ändern wollen. Dazu gehören die fast schon zur Tradition gewordenen Pokalauswärtsfahrten an den Arsch der Welt. Zum Fußballclub aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts war der Weg also mal wieder ein bisschen weiter, als zur Kneipe in unserer Straße. Der Bus war dennoch voll und ohne große Turbulenzen erreichte man, samt Begleitung aus der Harbour-City, das von den Fans so genannte Heinz-Krügel-Stadion. Diese Spielstätte (man hat bereits schönere Stadien gesehen) ist zurzeit  Bauarbeiter-ZONE (Vorsicht DDR-Witz, höhö). Gemäß dem Motto „wer schlecht baut, baut zweimal“ stehen aktuell nicht alle Sektoren zur Verfügung, weshalb sich der Block U seit geraumer Zeit auf der Hintertortribüne neben dem Gästeblock positioniert.

Rot gekleidet und mit den Fischerhüten von den NBU auf dem Kopf, marschierte der Inhalt von vier Fanbussen in Richtung Gästeblock. Zum Einlaufen präsentierte die älteste Freiburger Ultragruppierung außerdem eine Choreographie, bestehend aus roten Fahnen, Luftballons und einem vor den Leuten aufgerichteten Banner „Ab in den Osten  – dem SC hinterher“. Die SC-Fanlandschaft legte supportmäßig einen soliden Auftritt hin. Auf dem Feld dürfte man allerdings zugegebenermaßen kaum vernommen worden sein. Es können sich in Sachen Lautstärke einfach nur wenige Kurven des Landes mit den Blau-Weißen vom FCM messen. Die Choreographie seitens der Magdeburger war nicht die kreativste, aber durch den Einsatz von ziemlich viel blauem Rauch trotzdem durchaus bemerkenswert. Auf dem Feld hatte unser SC mit dem Drittligisten wieder seine liebe Mühe. Die Gastgeber um Kapitän Christian Beck lieferten einen starken Fight. Mit reichlich Dusel schleppte sich unsere Mannschaft erst in die Verlängerung und durch ein Waldschmidt-Tor von der 16er-Kante über die Ziellinie zur zweiten Runde.

Ohne erwähnenswerte Vorkommnisse erreichten wir in aller Herrgottsfrühe des darauffolgenden Tages die heimischen Gefilde.