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Schalchoreo in Düsseldorf

Schalchoreo in Düsseldorf

Hallo SC-Fans!

In den verbleibenden Spielen bis zur Winterpause gilt es nochmal geschlossen hinter der Mannschaft zu stehen. Deshalb haben wir, passend zur kalten Jahreszeit, Webschals anfertigen lassen. Dieser wird in Düsseldorf vor dem Gästeblock, sowie auf dem Busparkplatz für jeden Auswärtsfahrer gegen eine Spende von 10€ erhältlich sein. Das Motiv wird eine Überraschung.

Es ist wichtig, dass sich jeder an der Aktion beteiligt, da die Schals Teil einer Choreo zum Einlaufen der Mannschaften sind. Wir wollen ein einheitliches Bild abgeben und die Mannschaft in diesem wichtigen Spiel gegen den Abstieg pushen. Außerdem sind wir als Gruppe mit einem großen Betrag in Vorleistung gegangen.

Zukünftige Aktionen wie diese sind nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen. Sichert Euch deshalb diesen einmalig erhältlichen Schal, welcher Euch sicher auch bei anderen Spielen ein guter Begleiter sein wird.

Jegliche Einnahmen, die durch die Aktion entstehen, wandern in die Choreokasse und werden für eine große Choreografie im kommenden Jahr verwendet.

IWF 2012

Ballspielverein Borussia 09 – SC Freiburg 2:0, 1. Dezember 2018 – 13. Spieltag Bundesliga

Ballspielverein Borussia 09 – SC Freiburg 2:0, 1. Dezember 2018 – 13. Spieltag Bundesliga

Mit Beginn des letzten Monats des Jahres ist auch die Vorweihnachtszeit angebrochen und wie soll in dieser die Vorfreude auf das Fest der Liebe noch gesteigert werden? Richtig, mit einem Adventskalender. Während manch einer sich also an Schokolade, Plätzchen oder sonst einer Leckerei erfreut, hielt unser erstes Türchen für uns den schweren Gang zum noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Dortmund bereit. Per Bus und einem Auto traten wir also den Weg in den Ruhrpott an und machten uns wie auch in der vergangenen Spielzeit im Oberrang des Gästebereiches breit. Aus diesem mag zwar die Sicht auf das Spielgeschehen etwas besser sein, ansonsten aber erfreut sich der enge, mit Sitzplätzen ausgestattete und vom Spielfeld weit entfernte “Eckblock“ bei aktiven Fans eher wenig Beliebtheit. Gerade das Platzieren von Zaunfahnen, Trommeln und weiterer Fanutensilien gestaltet sich dort eher schwierig und so war es ein großer Aufwand, den man betreiben musste, damit der Block optisch einigermaßen etwas hergab. Im Rahmen des Prostest-Spieltages gegen Montagsspiele wurde auch im Dortmunder Westfalenstadion auf einen organisierten Support in Halbzeit eins verzichtet. Entgegen einer gesanglichen Unterstützung der Mannschaften blieb es also ungewohnt still. Beim Einlaufen der Akteure verschlug es einem aber auch noch aus einem anderen Grund die Stimme: Wenig überraschend lief der BVB in gelb und schwarz auf. Wie es dann aber zustande kam, dass der Sport-Club nicht den klassischen roten Dress trug, sondern den Platz im ekelhaften hellblauen Ausweichtrikot betrat, ist ein wahres Rätsel, welches uns wahrscheinlich nur die Handlampe von Schiedsrichter beantworten kann. Eigentlich kann man dem Schiri keinen großen Vorwurf machen, aber ein bisschen pöbeln soll man ja noch dürfen. Man munkelt, dass daraus aber auch ein Aberglaube der SC-Verantwortlichen rührt, da man ja auch schon beim deutschen Rekordmeister in besagter Spielbekleidung einen Überraschungspunkt einfahren konnte. In Dortmund konnte man 2001 im blau-weißen Dress sogar einen Dreier entführen. Allerdings animierte das damalige Trikot nicht so sehr zum Kotzen, wie das aus der jetzigen Saison.

Was auch immer schlussendlich dazu führte, weshalb die Wahl auf jenes Gewand fiel, Schuld trug dieses nicht an der 5. Saisonniederlage. Denn auf dem Platz machten unsere Jungs ihre Aufgabe gut. Defensiv kämpfte der eine für den anderen und so wurde der gefährlichste Angriff der Liga weitestgehend in Schach gehalten. Auch vereinzelte Offensiv-Akzente konnten von unserem Herzensclub gesetzt werden und so vernahm man nach einer starken halben Stunde ein “Hey, mir sin‘ eigentlich gar net so kacke!“. Tja blöd nur, dass man wenige Minuten vor dem Pausentee doch noch ins Hintertreffen geriet. Ebenfalls blöd, dass dies ausgerechnet durch einen Strafstoß geschah, während die Anzahl der Torchancen für die Borussia bis dahin eher überschaubar war. Aber Reus ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte zur Dortmunder Führung, nachdem Sancho von Heintz getroffen worden war. Noch blöder war es dann, als kurz darauf der Ball nach einem Gondorf-Freistoß knapp vor der Linie und nicht hinter der Linie aufkam. Statt Gleichstand ging es also mit dem 1:0-Rückstand in die Pause. Mit Wiederbeginn und dem damit einsetzenden Support wurde das Spiel durchaus unterhaltsamer, wenn auch es aus unserer Sicht in die falsche Richtung lief. Denn die Borussia aus Dortmund erhöhte deutlich den Druck und kam weitaus gefährlicher vor unser Tor, als noch im ersten Abschnitt. Einzig und allein Schwolow, die mangelnde Kaltschnäuzigkeit der Gastgeber und der Querbalken hielten uns im Spiel und verhinderten schlimmeres. Bis zuletzt bestand also die Hoffnung doch noch etwas Zählbares mitnehmen zu können, doch um den ein-Tore-Rückstand tatsächlich noch egalisieren zu können, fehlte an diesem Tag einfach die Durchschlagskraft von Seiten des Sport-Clubs. Den Schlusspunkt setzte Alcácer, der in der Nachspielzeit nach einem Konter das 2:0-Resultat besorgte. Ohne Punkte ging es also in die Heimat, was angesichts des Spielverlaufs, sowie der individuellen Klasse des Gegners zu verkraften war.

45 Minuten Protest am Samstag beim Spiel in Dortmund

45 Minuten Protest am Samstag beim Spiel in Dortmund

Keine Montagsspiele in der Bundesliga ab der Saison 2021/2022, so titelten die Zeitungen in der letzten Woche. Kurz zuvor veröffentlichten wir als Fanszenen Deutschlands unsere Protestpläne bezüglich des Spieltags vom 30.11. bis zum 03.12., bei welchem wir ein deutliches Zeichen gegen die Spieltagszerstückelung und insbesondere gegen Montagsspiele setzen wollen.

Und nun? Ist doch alles gut, Ziel erreicht, weitersingen, danke.

Pustekuchen!

Klar ist: Diese, bisher nicht verbindliche, Aussage, die wohl aus einem Stimmungsbild der Erstligisten hervorgegangen ist, ist ein großer Erfolg! Dieser Erfolg ist zurückzuführen auf den jahrelangen Protest gegen Spieltagszerstückelung und insbesondere auf den Protest seit der Einführung der Montagsspiele in der 1. Bundesliga. Dieses Stimmungsbild zeigt, was wir als Fans erreichen können, wenn wir gemeinsam starke und aussagekräftige Zeichen für unsere Rechte und Interessen setzen. Es zeigt auch, dass die Vereine eine entscheidende Rolle in der Vermarktungsspirale innehaben. Diese Rolle müssen die Vereine nutzen, um neben ihren berechtigten Kapitalinteressen auch unsere Interessen und Forderungen zu berücksichtigen und sie in der DFL zu vertreten.

Klar ist aber auch: Dieser Schritt kann nur der Anfang sein! Der Protest, der in den letzten beiden Jahren erheblich an Fahrt aufgenommen hat, war nur deshalb so stark und öffentlichkeitswirksam, weil er solidarisch von der ersten bis zur fünften Liga mitgetragen wurde. Diese Solidarität müssen wir auch weiterhin an den Tag legen! Wir freuen uns darüber, dass die Vereine der 1. Bundesliga Montagsspiele abschaffen wollen. Das reicht uns aber nicht! Wir wollen Montagsspiele generell abschaffen – in jeder Liga! Deshalb werden wir unseren Protest genauso in die Stadien tragen, wie vor dieser Meldung.
Gerade in der zweiten Bundesliga laufen vergleichbare Befragungen und Gespräche, wie in der ersten Liga. Diese Gespräche werden in der Woche nach dem Protestspieltag fortgeführt. Setzen wir durch unseren 45-minütigen Boykott ein konkretes starkes Zeichen dafür, dass sich die Zweitligisten der Entscheidung der Erstligisten anschließen. Zeigen wir darüber hinaus, dass wir Montagsspiele konsequent und generell ablehnen.

Das geht nur gemeinsam, die Zeit ist reif:

Holen wir uns den Fußball zurück – von der ersten bis zur letzten Liga!

Bundesweite Proteste vom 30.11. bis 3.12.

Bundesweite Proteste vom 30.11. bis 3.12.

Die jüngsten Veröffentlichungen zu Super-League-Plänen und anderen geheimen Deals in den Hinterzimmern der Manager sollten auch den letzten Zweiflern vor Augen geführt haben: Die heutige Fußballwelt hat mit Werten wie Fairness und Solidarität rein gar nichts mehr zu tun. Finanzstarke Klubs umgehen im großen Stil Regelungen und werden bei ihren Bestrebungen nach immer mehr Profit ungeniert von führenden Funktionären hofiert und sogar noch vor Sanktionen geschützt. Die Schere zwischen arm und reich geht dabei immer weiter auseinander. Verlierer dieser Entwicklung sind neben den tiefer spielenden Vereinen der sportliche Wettbewerb im Gesamten und insbesondere wir Fans.

Es zählen vor allem Rendite und die Generierung von noch mehr Geld. DFB und DFL demonstrieren dies seit längerem, zuletzt unter anderem durch Anstoßzeiten fürs TV, die den Belangen von uns Stadiongängern fundamental entgegenstehen. In allen oberen Ligen finden nun Spiele am Montagabend statt, seit letzter Saison sogar in der ersten Bundesliga. Diese Entwicklung dürfen wir Fans nicht hinnehmen, denn nur wir können mit geschlossenem und starken Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines finanziellen Profits.

Die Vorbereitungen für die nächste Ausschreibung der TV-Rechte sind in vollem Gange. Unsere Forderung an die Vertreter der Vereine in der DFL ist klar: Schafft die Montagsspiele und die Anstoßzeiten unter der Woche ab!

Wie die Anstoßzeiten in den kommenden Spielzeiten gestaltet werden, liegt auch in unserer Hand. Als Fans und Mitglieder haben wir ein Recht darauf zu erfahren, wie unsere Vereinsvertreter auf DFL-Sitzungen entscheiden. Nur mit umfangreicher Transparenz kann Abstimmungen und dubiosen Deals in Hinterzimmern entgegengewirkt werden.

Am 13.Spieltag hat die DFL erneut ein Erstligaspiel auf den Montagabend gelegt, zudem findet in der 3. Liga unter der Regie des DFB, wie fast jeden Montag, eine Partie statt. Am Wochenende rund um diesen Spieltag wird es daher zu bundesweiten Protesten in den Fankurven kommen:

Wir werden die komplette erste Halbzeit auf organisierten Support verzichten.

Ein wirksamer Protest kann nur gemeinsam funktionieren. Selbstverständlich fällt es niemandem leicht, die eigene Mannschaft in dieser Zeit nicht zu unterstützen. Allerdings besteht die riesige Chance auf entscheidende Veränderungen, die den Fußball endlich wieder in eine positive Richtung lenken würden. Aus Kreisen der Vereine ist zu hören, dass die Abschaffung der Montagsspiele und englischen Wochen als durchaus realistisch eingeschätzt wird. Selbst das Montagsspiel der zweiten Liga steht zugunsten eines Alternativtermins am Samstagabend zur Diskussion. Also lasst uns aktiv werden und unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir holen uns unser Spiel zurück!

Gib brauner Energie keine Chance!

Gib brauner Energie keine Chance!

Beim Heimspiel der Kölner Fortuna gegen Energie Cottbus am 21.10.18 wurde von der Kölner Gruppierung South City Rudeboyz ein Banner präsentiert, welches folgenden Inhalt hatte: „Gib brauner Energie keine Chance! Im Hambi, in Cottbus, überall“. Daneben waren ein durchgestrichenes Hakenkreuz, sowie ein durchgestrichenes RWE-Logo. Damit positionierte sich die Gruppe zum einen gegen den Kohleabbau durch RWE im nahegelegenen Hambacher Forst und zum anderen gegen rechte Tendenzen in der Fanszene des FC Energie. Man muss mit dem ersten Punkt nicht zwangsläufig übereinstimmen, dennoch ist diese Haltung völlig legitim. Dementsprechend ist es auch kein Verbrechen jene Ansicht der Dinge kundzutun.

Anderer Meinung war die Vereinsführung des Südstadtclubs. Gegen zwei Mitglieder der Rudeboyz wurden Stadionverbote verhängt. Nach dem Ablaufen der Stadionverbote wird die besagte Gruppe weiterhin existieren, jedoch bis auf weiteres nicht im Stadion anwesend sein. Man fühle sich beim eigenen Verein nicht mehr willkommen. Die Fortuna hat nicht nur die oben erwähnten Repressionen gegen die Gruppe ausgesprochen, sondern sich auch öffentlich von dem Banner, unter anderem mit der Aussage „Sprache und Symbolik suggeriere, dass Mitarbeiter von RWE mit Nazis gleichzusetzen seien“, distanziert. Es braucht sehr viel Fantasie, um in dem besagten Banner eine Gleichsetzung von RWE-Mitarbeitern mit Nazis zu erkennen. Vielmehr ist es einfach nur ein gelungenes Wortspiel, um zu zwei Themen Position zu beziehen.

Die Gruppe verweist außerdem darauf, dass das Spruchband zwar nicht angemeldet war, aber durch den Ordnungsdienst gebilligt wurde. Insgesamt war das Spruchband ca. 120 Minuten sichtbar und niemand habe sich daran gestört. Am darauffolgenden Montagmittag wurde ein Gesprächstermin zwischen beiden Parteien vereinbart. Kurioserweise wurde auf der Homepage nachmittags eine Distanzierung vom Inhalt des Banners veröffentlicht, in der davon berichtet wird, dass die „Verantwortlichen ermittelt und anschließend zur Verantwortung gezogen“ würden. Die Verantwortlichen standen zu diesem Zeitpunkt aber schon fest, da ja bereits ein Gesprächstermin für den nächsten Tag vereinbart wurde.

Man kann sich durchaus die Frage stellen, welchen Einfluss RWE auf die Vereinsführung ausgeübt hat, da einer der Hauptsponsoren zu 20% RWE gehört. Außerdem berichten die Rudeboyz in ihrem Statement, dass RWE gedroht habe, andere Sponsoren zu kontaktieren, um ihnen von einem weiteren Sponsoring bei Fortuna Köln abzuraten, sollte sich der Verein nicht distanzieren! In dieser Situation hätte die Vereinsführung von Fortuna Köln Haltung zeigen und sich hinter ihre Fans stellen oder dem Druck eines Konzerns nachgeben können. Die Vereinsführung hat sich für die zweite Option entschieden. Damit stellt dieser Schritt eine Zäsur dar, was die Meinungsfreiheit in deutschen Stadien angeht, welcher nicht unbeantwortet bleiben darf. Über die Causa Cottbus wurde im Übrigen kein Wort verloren. Wir fordern an dieser Stelle eine transparente Aufklärung und werden dafür einstehen, dass solche Ereignisse nicht zur Normalität werden.

Solidarität mit den South City Rudeboyz!

FC Bayern München – SC Freiburg 1:1, 03.11.18 – 10. Spieltag Bundesliga

FC Bayern München – SC Freiburg 1:1, 03.11.18 – 10. Spieltag Bundesliga

Da hatte man die lange Reise in die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins gerade verdaut, so ging es zwei Tage später auch schon weiter zum bayerischen Starensemble aus München. Das letzte Mal, dass der Sport-Club dort einen Zähler entführen konnte, liegt bereits gute zwei Jahrzehnte zurück und auch dieses Mal hielten sich die sportlichen Erwartungen eher in Grenzen. Hinzu kommt der unliebsame Aufenthalt in der Münchner Arena, die praktisch ein Paradebeispiel für die zunehmende Eventisierung des Fußballs darstellt, und der bescheidene Gästeblock, der einen Auftritt beim deutschen Rekordmeister nicht gerade zum beliebtesten Auswärtsspiel macht. Sei’s drum, mit mehr oder weniger Lust und Laune auf dieses Spiel machte man sich also auf den Weg, um dem SCF beizustehen. Bei Kartenspiel und diverser musikalischer Unterhaltung von Berti Bumsbirne bis hin zu „Olé Olé, der FC Gütersloh, der ist für uns ok“ vertrieb man sich die Zeit im Bus und ehe man sich versah, fand man sich auf dem Busparkplatz vor dem Stadion wieder – im Vergleich zu Kiel doch glatt ein Katzensprung.

Die anderen Gruppen hingegen waren nicht ganz so pünktlich wie man selbst, nachdem diese aber schließlich auch eintrudelten, ging es zügig gen Arena. Dort angekommen stellte der eingangs erwähnte Gästeblock mal wieder eine Herausforderung dar. Die Hürde eine Konstruktion für die Zaunfahnen anzufertigen, musste erst einmal bewältigt werden und nahm einige Zeit in Anspruch. Bis schlussendlich alles stand und seinen Platz hatte, dauerte es auch nicht mehr lange bis das Leder auf dem Rasen rollte. Als Protest gegen den DFB regneten zum Einlaufen der Mannschaften “Geldscheine“ aus dem Gästeblock herab. Von Seiten der Münchner Fanszene blieb eine derartige Aktion hingegen leider aus.

Auf dem Grün kontrollierten die Hausherren das Spielgeschehen und versuchten sich immer und immer wieder in unseren Strafraum zu kombinieren, jedoch ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. Man selbst konnte offensiv zwar kaum für Entlastung sorgen und dennoch hielten die im scheußlich blauen Ausweichtrikot gekleideten Herren im Rahmen ihrer Möglichkeiten wacker dagegen. So ging es torlos in die Pause und nicht wenige der mitgereisten SC-Anhänger spürten: Hier kann man heute etwas mitnehmen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs nahm die Partie nun doch etwas Fahrt auf. Unsere Jungs erwischten nach dem Seitenwechsel den besseren Start und präsentierten sich deutlich mutiger. Insofern kam es auch nicht von ungefähr, dass uns Tim Kleindienst in der 54. Minute in Front brachte, wenn da nur nicht der Linienrichter gewesen wäre, der eine Abseitsstellung erkannte. Es blieb also vorerst beim 0:0 und so wie man unseren Sport-Club kennt muss man im Nachhinein wahrscheinlich sogar dankbar darüber sein. Wenig später herrschte erneut Aufregung: Die Videogestalt aus dem Kinokeller Köln mochte ein Handspiel im Freiburger Strafraum erkannt haben! Der Unparteiische blieb jedoch bei seiner Entscheidung und entschied zu Recht nicht auf Strafstoß, während im Stadion ein lautstarker “Scheiß DFB“ Wechselgesang zwischen beiden Fanlagern ertönte. Ansonsten bot sich ein ähnliches Bild wie in Abschnitt eins. Der 28-malige deutsche Meister war trotz aller Bemühungen nicht in der Lage sich zwingende Torchancen zu erspielen und wenn doch, konnte man sich in der Regel auf A. Schwolow verlassen. Das Spiel plätscherte vor sich hin und die Minuten vergingen. So langsam aber sicher stieg der Glaube an den möglichen Punktgewinn, doch etwa 10 Minuten vor dem Ende musste man doch noch einen Rückschlag hinnehmen. Gnabry erhielt von unserem Defensivverbund nur Begleitschutz und konnte die Kugel im kurzen Eck unseres Gehäuses unterbringen. Die Enttäuschung war groß und es machte allen Anschein als wäre dies der Schlusspunkt der Partie gewesen. Tatsächlich allerdings konnte der Sport-Club in der 89. Minute zurückschlagen. Nach einer scharfen Hereingabe von Günter, nutzte Höler eine Unaufmerksamkeit der bayerischen Innenverteidigung aus und konnte zum Ausgleich einschieben. Die Freude im Gästeblock war grenzenlos und nachdem auch die etwas unverhältnismäßigen fünf Minuten Nachspielzeit überstanden waren, durfte man tatsächlich das erste Mal seit 1997 wieder einen Punktgewinn in München bejubeln, welcher auf dem Weg vom Stadion zu den Bussen fast schon wie ein Sieg gefeiert wurde. Die gute Stimmung riss im Bus nicht ab und so war es auch kein Problem während einer Essenspause gute 20 Minuten auf sein “Fast-Food“ zu warten, im Gegenteil: Die überforderten Mitarbeiter wurden sogar noch gesanglich unterstützt, was jedoch nicht zur Arbeitsbeschleunigung betrug. Dennoch gilt: „BK-Mitarbeiter sind gut, BK-Mitarbeiter ham‘ Mut. Erst fang‘ sie ganz langsam an, aber dann, aber dann, ohohoho…“. Völlig egal, denn im Bus ging es froh mit Bier und Bacardí weiter, bis man schließlich gegen Mitternacht Freiburg erreichte. Alles in allem eine Partie und eine Fahrt, die man bestimmt noch lange in Erinnerung behalten wird.

Kieler SV Holstein – SC Freiburg 2:1, 31.10.18 – 2. Runde Pokal

Kieler SV Holstein – SC Freiburg 2:1, 31.10.18 – 2. Runde Pokal

Hachja, schon wieder ein Los am anderen Ende der deutschen Landkarte. Dieses speziell in der Auftaktrunde häufig vorkommende Phänomen wird einfach nicht langweilig. Wer weiß, wohin es uns als nächstes verschlagen hätte, wenn wir diese Niederlage nicht verschmerzen müssten.  Erste Runde Energie, zweite Runde Kiel, zu Weiche Flensburg wäre einfach schon zu viel. Dieser so oder so ähnlich auf der Hinfahrt zufällig entstandene Liedansatz wird kein realistisches Ende finden. Kiel war für uns dieses Jahr die Endstation und auch Flensburg konnte die Weichen nicht auf Sieg stellen. Aber alles halb so schlimm. Das Spiel ist ja eigentlich zweitrangig, wenn man dafür über 20 Stunden mit Busfahren verbringen darf. Herrlich! – Ironie aus.

Um sieben Uhr morgens setzten sich für uns die Räder in Bewegung. Mit reichlich Schoki (wahlweise mit Schuss) und einer deutlich verbesserten Playlist (Vergelt‘s Gott an den Macher) kam einem die Hinfahrt gar nicht so ewig vor. Die Sonne hatte sich bereits verabschiedet, als der Bus auf den Gästeparkplatz des Holstein-Stadions rollte. Von dort konnte man aus dem Busfenster heraus schon auf das Spielfeld und die Tribünen spähen. Bekanntlich sollte hinter dem Tor eine neue Osttribüne gebaut werden, welche europaweit ausgeschrieben wurde. Bock darauf, das Ding zu bauen, hat allem Anschein nach aber niemand. Die alte Tribüne wurde dem Erdboden gleich gemacht. Seither hat sich an diesem Fleckchen Erde nicht viel bewegt. *Vor dem geistigen Auge rollt ein Knäul aus Heu über den Boden.*

Mit dem Abriss der alten Tribüne hinter dem Tor wurde der Sektor für die Gäste auf die Gegengerade verlegt. Nicht besonders hoch, aber dafür einigermaßen breit und ausverkauft.  Die Stimmung vor dem Anpfiff war gut. Bereits zum Warmmachen der Mannschaften war der Gästeblock auf Temperatur. Die ersten Lieder ertönten und die Vorfreude auf das Spiel war offensichtlich gegeben. Der Block erhellte beim Einlaufen der Teams auf der rechten Seite immer wieder in kurzen Abständen durch das Abbrennen einiger Strobofackeln. Sichtlich motiviert, legte der SC los, wie die Feuerwehr und erzielte prompt den ersten Treffer des Spiels durch N. Petersen. Zur Freude von Mannschaft und Fans liegt seit dem Heimspiel gegen Mönchengladbach eine Trendwende in der Luft. „Sahst oft mal alt aus, dann hast du den Spieß wieder umgedreht“ heißt es im Vereinslied. Die leiderprobte Fanseele hatte bis dahin, wie schon häufiger thematisiert, mit frühen Gegentoren in der vergangenen und aktuellen Saison zu kämpfen. Hoffentlich verfällt die Mannschaft nicht in dieses alte Muster zurück. Mit Ende der guten Anfangsphase gaben unsere Jungs die Zügel mehr und mehr aus der Hand. Das Spiel fand zum Großteil auf Augenhöhe statt. Die Kieler belohnten sich für eine engagierte Leistung verdientermaßen mit dem Ausgleich. Beide Teams bekamen Möglichkeiten das dritte Tor des Tages für sich zu verbuchen. Begünstigt durch unnötige Fehler unserer Mannschaft auf dem Rasen, waren die Gastgeber letzten Endes auf der Siegerstraße. Ausgerechnet ein Ex-KSCler entsorgte in der 79. Minute unsere Träume vom Weiterkommen. Statt in der nächsten Runde, konnte man sich plötzlich auf der Palme wiederfinden. Mit etwas Glück hätte es vielleicht für die Verlängerung gereicht, doch die letzte Chance vereitelte der Schlussmann Kronholm mit einer starken Parade. Entgegen aller Erwartungen aus Fußballdeutschland  wird unser SC den Pott im Mai 2019 nicht nach Freiburg bringen. Doch heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage.

Das Spiel ging zwar verloren, aber immerhin blieb einem noch die Busrückfahrt. Geil! Einige sogenannte Fans wollten es sich nicht nehmen lassen und sammelten von der Besatzung ein paar Kröten. Kröten, die an einer Raststätte in einen Film aus der Erotikbranche investiert wurden. Beim Anblick des Covers und der Bilder auf der Rückseite muss man froh sein, dass das Ding nicht abgespielt wurde. Obendrein ist der Film bis zum heutigen Tage verschollen. Dem heimlichen Besitzer werden frohe Stunden und ein gutes Durchhaltevermögen gewünscht.

Auf bald! Wir sehen uns im Bus!

Ihr kauft euch die Welt, wie sie euch gefällt!

Ihr kauft euch die Welt, wie sie euch gefällt!

Nicht erst seit dem Korruptionsskandal rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 ist klar, dass die Bonzen in der DFB-Zentrale gerne einmal den ein oder anderen Schein zu viel ausgeben. Diese Allmachtstellung und Gier führt zu einer stetigen Veränderung des Fußballs. Seit Jahren werden Unsummen an Spieler und deren Berater bezahlt. Auch für Eintrittskarten muss der normale Fan mittlerweile immer tiefer in die Tasche greifen. Traditionsvereine, deren Spiel seit Jahren ausnahmslos ausverkauft waren, bekommen ihre Stadien nicht mehr annähernd voll.

Unsere Aktion hat nicht nur die Absicht die Korruptionsgeschichte des DFB anzuprangern, sondern möchte das bestehende System hinterfragen und kritisieren. Denn es geht oftmals nicht mehr um Fußball, sondern lediglich um die Steigerung von Profiten. Kapitalinteressen stehen über dem Wohl des Sports und schon zweimal über dem der Fans. Ein Fußball, der seine Seele für eine Handvoll Geld verkauft, ist nicht unserer! Wir wollen einen Fußball, der im Stadion gelebt wird, der eine breite Basis hinter sich weiß und der Entscheidungen zum Wohle der Menschen trifft die ihn lieben.

Die aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf die Vermarktung verschiedener Anstoßzeiten zeigt, dass wir als Fans mit unseren Warnungen seit Jahren nicht falsch gelegen haben und das Rad der Zeiten und Tage sich weiterdreht. Die DFL lässt keine Chance ungenutzt um im Hintergrund die Vereine mit noch höheren TV Summen zu ködern und diese Meldung dann bei BILD und Co. als die Abstimmung für Samstag und Montag Abendspiele zu platzieren. Die entscheidende Rolle der Fans wird weiterhin nur wenig in Betracht gezogen, hierbei sollten auch einige Vereine Ihren Standpunkt hinterfragen.

Fußball ist aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, doch entwickelt er sich fortschreitend zu einem Spielball einiger geldgeiler Manager und Berater. Unser Volkssport darf in Deutschland kein Luxusprodukt werden, das seinen ursprünglichen Werten den Rücken zudreht.

Wir holen uns unser Spiel zurück !

Hertha BSC – SC Freiburg 1:1, 21.10.18 – 8. Spieltag Bundesliga

Hertha BSC – SC Freiburg 1:1, 21.10.18 – 8. Spieltag Bundesliga

Oops, they did it again. Nicht zum ersten Mal durften Berliner und Freiburger sich über eine miserable Anstoßzeit bei diesem Aufeinandertreffen ärgern. Mehr zu diesem Thema folgt im weiteren Text.

In altbekannter Frühe fiel der Startschuss für die erste Etappe des Autobahnmarathons. Zwar ohne Nitro, aber dafür mit Hochleistungssprit im Tank schepperte die Reisegruppe auf der Betonpiste hoch bis nach Berlin. Durch den eingeplanten Puffer blieb noch Zeit für einen Mittagskick beim BFC Preußen. Der dort aufgefundene Ground wusste mit einigen Stufen, alten Wellenbrechern, klassischen Sitzbänken und reichlich Musik von der blonden Dame zu überzeugen, die zu Recht beim Pokalfinale 2017 aus dem Stadion gepfiffen wurde. Bei günstigen Verpflegungspreisen und Sonnenschein ließ man es sich bis zum Halbzeitpfiff gut gehen. Mit dem Verlassen der Anlage waren wir zwar pünktlich am Parkplatz beim Olympiastadion, mussten dort aber bis kurz vor Anpfiff verharren bis auch die Letzten anwesend waren. Entsprechend zügig wurde drinnen das Material aufgebaut, während das Geschehen auf dem Rasen schon begonnen hatte.

Que sera sera, das frühe Gegentor ist wieder da. Das Früh-im-Rückstand-Monster scheint sich nach der vergangenen Runde bei uns weiterhin sehr wohl zu fühlen. Wie die Mannschaft kam auch der Gästepöbel eher schwerfällig in Fahrt, was auch ein Stück weit der verspäteten Ankunft im Stadion geschuldet war. Wirklich auf Hochtouren kam die Stimmung eigentlich nur nach dem Ausgleichstreffer durch R. Koch in der 36. Minute. Nach gefühlten zehn Jahren fiel endlich mal wieder ein Fernschusstor für den SC. Das darf gerne wiederholt werden meine Herren. Mit einem glücklichen Remis ging es schließlich in die Pause. Während der Ball ruhte, dröhnte der Gassenhauer „Saufen“ aus den Boxen, was wohl dafür sorgte, dass einige Stimmbänder in der Halbzeit mehr strapaziert wurden, als während des Spiels.

Zu Wiederbeginn präsentierten die Ostkurve und der Gästeblock eine gemeinsame Spruchbandaktion, welche auf die erneut ungünstige Spielansetzung bezogen war. Darauf zu lesen war bei der Hertha „IMMER WIEDER SONNTAGS…“ und auf unserer Seite „…KOMMT DIE ERINNERUNG“*. Ergänzend dazu wurden die Daten dreier Sonntagspartien aus der näheren Vergangenheit dem Stadionbesucher vor Augen geführt. In der zweiten Hälfte gelang es unseren Jungs besser in das Spiel zu finden. Von Dominanz konnte trotzdem keine Rede sein. Mit etwas Glück und mehr Durchsetzungswillen hätte man den Lucky-Punch setzen können. Nebenbei feierte Chima Okoroji sein Profidebüt. Am Ende musste man über den Punkt froh sein, der sowieso nicht eingeplant war. Dazu beigetragen hat vermutlich auch der Videobeweis in der 88. Minute. Richtigerweise wurde auf Freistoß entschieden. Art und Weise sorgten dennoch für zweifelnde Gesichter.

Mit dem Punkt und ordentlich Vorfreude auf den bevorstehenden Arbeitstag im Gepäck durchquerten wir die Republik erneut. Zum Leidwesen aller Businsassen wurde festgestellt, dass gar nicht alle Hits von Carmen Geiss auf dem Musikportal mit dem grünen Logo zur Verfügung stehen. Für Abhilfe sorgten unter anderem Rolf und seine Freunde. In diesem Sinne, es wird Zeit für ein Bananenbrot!

 

*Nachtrag für die Ohrwurmfreunde: Düdüdüdüp-Düp

FC Augsburg – SC Freiburg 4:1, 30.09.18 – 6. Spieltag Bundesliga

FC Augsburg – SC Freiburg 4:1, 30.09.18 – 6. Spieltag Bundesliga

Zur eher untypischen Fußballzeit am Sonntagabend musste unser SCF also zum Abschluss der englischen Woche bei den bayerischen Schwaben aus Augsburg ran. Immerhin hatte man so das Vergnügen zur Abwechslung mal mehr oder weniger ausgeschlafen gegen 10 Uhr und nicht in aller Herrgottsfrühe den Bus zu betreten. Nach dem Frühstück gestärkt und mit den Erfolgen der vergangenen Spiele ging es also mit nicht gerade kleinen Hoffnungen in die Fuggerstadt, um dort erneut zu punkten. Zur großen Enttäuschung eines jeden Sport-Club-Fans präsentierten sich unsere Jungs jedoch überraschend schwach und waren praktisch von Beginn an unterlegen. In Durchgang eins war es Alex Schwolow zu verdanken, dass die Hausherren nicht noch höher führten und auch im zweiten Abschnitt konnte ein kurzweiliges Aufbäumen mit zwischenzeitlichem Anschlusstreffer die Niederlage, welche auch in der Höhe in Ordnung geht, nicht abwenden. Nach dürftigem Auftritt sowohl auf dem Platz als auch im Block, verweilte man nicht mehr lange am Stadion und trat zügig die Heimreise an.

Bei aller Leidenschaft und Emotion wurde das Spiel dennoch von einem Vorfall überschattet, der sich zu Beginn der ersten Halbzeit ereignete. Ein Fan des FC Augsburg erlitt in der Anfangsphase der Partie einen Herzinfarkt und musste im Stadion reanimiert werden. Als sich die Nachricht verbreitete wurde folgerichtig von beiden Fanlagern der Support eingestellt und für längere Zeit ruhen gelassen. Die Rettungssanitäter taten was sie konnten, jedoch verstarb der Fan, bei dem es sich um ein männliches Mitglied des FCA handelt, auf dem Weg ins Krankenhaus. Es sind die Momente, in denen der Sport völlig in den Hintergrund rückt und zur Nebensache wird. Möge der Betroffene in Frieden ruhen und uns immer daran erinnern.