Seite auswählen

Was ist passiert?

Seit geraumer Zeit hat die Freiburger Polizei einen hoch eskalativen Umgang mit Fußballfans eingeschlagen, obwohl der Standort und die Fanszene als unproblematisch gelten. Sowohl Gäste- als auch Heimfans sind willkürlichen Repressionen ausgesetzt und es findet keine präventive Polizeiarbeit mehr statt. Zudem verhindert Hardliner Gabriel Winterer seit Jahren einen Dialog zwischen Fans und Polizei. In den vergangenen Monaten verstärkt die Polizei Freiburg spürbar die Repressionen gegenüber Fußballfans.
Beim Pokalspiel des SC Freiburg gegen Union Berlin kam es beim Versuch der Gästefans ihre Zaunfahnen im Oberrang des Gästeblocks aufzuhängen zu Tumulten, die mit der Festnahme eines Union Berlin Fans und der Wegnahme eines Zaunfahnenrucksacks durch die Polizei endeten. Eine genauere Schilderung des Vorfalls aus Sicht der Unionfans gibt es hier.
Nachdem wir im Laufe der ersten Halbzeit von der Verhaftung erfuhren, entschieden wir uns, mit einem Stimmungsboykott Solidarität gegenüber den betroffenen Fans zu zeigen und gleichzeitig auf das Verhalten der Freiburger Polizei aufmerksam zu machen. Dies geschah nicht ausschließlich aufgrund der Situation der Berliner an diesem Spieltag, sondern auch angesichts der sich zuspitzenden Eskalation von Seiten der Freiburger Polizei in den letzten Monaten.

Wie reagiert die Polizei Freiburg?

Einerseits finden sich im offiziellen Polizeibericht subjektive Positionen und Eindrücke, welche Fangesänge kommentieren und die Stimmung auf der Nordtribüne kritisch beurteilen. Andererseits wurden über die offiziellen Social-Media-Kanäle der Polizei polizeikritischen Äußerungen auf stumpfe Art und Weise kommentiert. Dabei stellt die Polizei Freiburg Ultras an sich als unglaubwürdig dar und macht auch vor Unwahrheiten keinen Halt. Beides überschreitet unserer Auffassung nach die Kompetenzen und das Aufgabengebiet der Polizei. Im Folgenden dokumentieren wir einige der Äußerungen:

Mit ihrer öffentlichen Strategie versucht die Polizei Freiburg gezielt zu provozieren, Ultras pauschal als Kriminelle zu brandmarken und Fans zu spalten. Zeitgleich soll von ihrem eigenen fragwürdigen Handeln abgelenkt werden. Dies verurteilen wir aufs Schärfste.

Die Folgen der Einsatzstrategie von Gabriel Winterer sind gravierend

Leider handelt es sich bei dem Vorfall von Dienstag nicht um einen Einzelfall. Die Freiburger Polizei geht systematisch und maßlos gegen Fußballfans vor. (Einige Beispiele von Seiten der Heimfans sind auf der Website der Corrillo Ultras dokumentiert. Das sind die Folgen:

  • Das Verhältnis von Fans und Polizei verschlechtert sich zunehmend. Gerade bei jungen Menschen, die in ihren ersten Kontakten mit der Polizei unverhältnismäßigen Repressionen und sinnfreien Maßnahmen ausgesetzt sind, kann kein differenziertes Bild gegenüber der Polizei entstehen.
  • Der miserable Ruf der Freiburger „Gastfreundschaft“ nimmt Woche für Woche zu. Dies schadet dem positiven Bild des SC Freiburg und der Stadt.
  • Fußballfans werden pauschal kriminalisiert.
  • Es werden bewusst Gefahren- und Paniksituationen geschaffen.
  • Die auf Eskalation ausgelegte Einsatzstrategie bindet zudem eine nicht benötigte Anzahl an Einsatzkräften
  • Arbeitsstunden, die bei der nach eigenen Angaben unterbesetzten Polizei sicherlich besser verwendet werden könnten.

Was muss passieren?

Wir wollen in Freiburg in Zukunft Fußballspiele besuchen, ohne dabei von Spiel zu Spiel befürchten zu müssen, Spielball unverhältnismäßiger polizeilicher Maßnahmen zu werden. Um dies zu ermöglichen und zu einer entspannten Situation rund um Fußballspiele beizutragen, fordern wir:

  • dass Hardliner, wie Herr Winterer, in Zukunft keine Fußballeinsätze mehr leiten und ihre Privatfehde gegen Fußballfans beenden.
  • mit sofortiger Wirkung ein Ende der Materialeinschränkungen im Freiburger Gästeblock.
  • die Wiederaufnahme einer deeskalierenden Strategie der Polizei.
  • eine Positionierung von den Verantwortlichen des Sport-Club Freiburg zum eskalierenden und unprofessionellen Verhalten der Polizei Freiburg- ein Einschreiten weiterer Institutionen, auch von Seiten der Stadt Freiburg.
  • für das neue Stadion am Wolfswinkel: eine Stadionordnung statt einer Polizeiordnung, die den Stadionbesuch regelt und die Nutzung von Fanutensilien nicht einschränkt.

Ferner muss die Einsatzleitung der Polizei Freiburg für Ihren Umgang mit Fußballfans zur Verantwortung gezogen werden. Es kann nicht angehen, dass diese Woche für Woche eine Eskalation befeuert

Respektvoller Umgang zwischen allen Fans des Sport-Club Freiburg e.V.

Wir wollen und können niemandem vorschreiben, ob und wie er den Sport-Club Freiburg e.V. im Stadion unterstützt. Gegenseitiger Respekt hat für uns einen hohen Stellenwert. Nur durch ein Miteinander haben wir in der Vergangenheit viel Positives erreicht und werden auch in Zukunft noch viele stimmungsvolle Ereignisse auf der Nordtribüne oder in den Gästeblöcken der Liga erleben. Der Zusammenhalt zwischen allen Fans, ob Ultra oder Fanclub, darf durch unterschiedliche Auffassungen, wie mit den Provokationen der Polizei umzugehen ist, keinen Schaden nehmen. Dann hätten alle die ihr Ziel erreicht, denen eine Spaltung der Nordtribüne entgegenkommt.

Corrillo Ultras
Immmer Wieder Freiburg
Natural Born Ultras
Supporters Crew Freiburg
Synthesia Ultras 79