fc augsburg sc freiburg gaesteblock

Trotz leichter Bedenken entschied man sich dazu die Fahrt in die Fuggerstadt mal wieder mit der Regionalbahn anzutreten, was dank 9€-Ticket sicherlich auch die günstigste Option war. Entspannt konnte der erste Teil der Strecke bis Donaueschingen hinter uns gebracht werden. Deutlich enger musste dann auf der Strecke nach Ulm und vor allem im letzten Abschnitt von Ulm nach Augsburg zusammengerückt werden. Trotzdem schaffte man es mit nicht allzu großer Verspätung ins bayerische Schwabenland, wo sich etwas mehr Freiburger als bei den letzten Gastspielen im Gästeblock einfanden.

In der ersten Halbzeit gab es weder auf dem Rasen noch im Block wirklich nennenswerte Aktionen. Da konnte der zweite Durchgang nur besser werden, was sich mit einem fulminanten Start auch bewahrheiten sollte. Während sich einige SC-Anhänger noch am Bierstand befanden, legten die Jungs auf dem Rasen los wie die Feuerwehr. Erst war es Neuzugang Gregoritsch, der nach 15 Sekunden gleich mal den ehemaligen Kollegen seine neue Visitenkarte hinterließ, dann Grifo, der nur wenige Minuten später mit dem 2:0 durch einen direkt verwandeltem Freistoß den Gästeblock zum Toben brachte. Rückkehrer Matze Ginter machte nach einer guten Stunde bereits den Deckel auf die Partie. Den Schlusspunkt zu einem perfekten Saisonauftakt setzte mit Doan dann letztlich noch ein weiterer Neuzugang, der nach seinem Siegtreffer in der ersten Pokalrunde nun auch in der Liga seine Qualitäten aufblitzen ließ.

Der Teil, der von diesem Auswärtstrip wahrscheinlich am längsten in Erinnerung bleiben wird, sollte mit der Rückfahrt aber erst noch folgen. Während die Erste der drei Etappen von Augsburg nach Ulm im gewohnt rappelvollen Regionalzug noch erfolgreich gemeistert werden konnte, begann dort das große Chaos. Nachdem man eine starke halbe Stunde im Anschlusszug Richtung Schwarzwald auf dessen Abfahrt wartete, erreichte uns die Durchsage, dass man aufgrund von Überlastung nicht losfahren könne. Mangels Alternativen blieb irgendwann nur noch die Option per ICE über Mannheim noch nach Freiburg zu gelangen. Trotz vermeintlicher Freigabe der Polizei, waren die Zugbegleiter im ICE nicht sonderlich begeistert von den neuen Mitfahrern. Irgendwann ging es dann doch weiter, zumindest bis zum nächsten Halt in Stuttgart, wo einige Bullen bereits warteten und unsere nicht vorhandenen ICE-Tickets unbedingt zu Gesicht bekommen wollten. Weiter ging es nach etlichen Diskussionen aber auch hier irgendwann, ehe die Fahrt nach Umstieg in Mannheim ab Karlsruhe wieder mit legalem Ticket per Regionalbahn fortgesetzt wurde. In Offenburg verkleinerte sich dann noch unsere Reisegruppe unfreiwillig um eine Person, nachdem der Aufenthalt doch kürzer als geplant ausfiel. Am Ende hatte der Stundenzeiger die 2 dann sogar schon überstrichen, als man endlich wieder in Freiburg eintraf.