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Wenn das Wörtchen wenn nicht wär“ oder „Wäre, wäre… Fahrradkette“ wie einst eine deutsche Fußballikone zitiert wurde. Ja, so ungefähr erging es uns auch, als knapp eine Woche vor dem Spiel das Sturmtief Sabine über weite Teile der Bundesrepublik wütete und auch vor Südbaden nicht Halt machte. Denn ursprünglich war der Plan den Weg nach Bayrisch-Schwaben mit dem Regio-Zug anzutreten. Da nun allerdings Zwischenabschnitte der Schienen aufgrund des Unwetters nicht befahrbar waren, löste sich besagtes Vorhaben bildlich in Luft auf. Kurzfristig mussten verschiedenste Alternativen geprüft werden und so sah man sich schließlich gezwungen, anstelle der Bahn, mit zwei 9ern über die Autobahn zu brettern. Wer nun dachte, dass dieses Unterfangen reibungslos übern die Bühne gehen sollte, der wurde eines Besseren belehrt. Ein Boxenstopp in VS ließ sich nicht vermeiden und auch im Stau durfte nach etwas mehr als halber Strecke noch ein Weilchen ausgeharrt werden. Immerhin konnte dadurch ein bisschen gelüftet werden. Dabei trug es sich doch tatsächlich zu, dass man die Ehre hatte eine Spende in Form von gebrautem Hopfen eines anderen Autos anzunehmen. Respekt, solche Tugenden sind normalerweise nicht gerade typisch für unsere schwäbischen Nachbarn…
Ansonsten verlief die vergleichsweise kurze Anreise ohne Probleme und man fand sich schließlich vor dem Augsburger Stadion wieder. Dieses gehört bei Weitem nicht zu den schönsten des Landes und auch unsere Kicker konnten mit ihren sportlichen Auftritten in der Vergangenheit noch nicht wirklich unter Beweis stellen, dass sie sich hier wohlfühlen. Aber gut, so manches SC-Auswärtsspiel entwickelte sich in dieser Spielzeit schon zu einer Wundertüte, mal sehen was also in der Fuggerstadt möglich sein sollte. Irgendwie wurde es ein Mittelding. Guter Auftakt, viel Kontrolle über das Spielgeschehen, nur wie so oft zu wenig Zielstrebigkeit im letzten Drittel. Mehr oder weniger aus dem Nichts ermöglichte man dann dem Gegner mit einem Abwehrfehler den Torerfolg und mit dem Rückstand ging es dann auch in die Katakomben. Klassisch Sport-Club eben. Nach Wiederbeginn erwischten unsere Jungs erneut den besseren Start und konnten verdient den Ausgleichstreffer markieren (auch dank freundlicher Mithilfe des Augsburger Fliegenfängers). Weitere Möglichkeiten konnten leider nicht mehr verwertet werden und so blieb es bei einer Punkteteilung. Einer, mit der man sicherlich leben kann, obwohl auch mehr möglich gewesen wäre. Ein Mittelding eben. Ähnlich verhielt es sich mit der Stimmung in der Gästekurve. Auch hier hätte man deutlich mehr rausholen können. Nur, weil man am Rand oder weiter oben im Block steht, ist es nicht verboten sich aktiv am Support zu beteiligen und die Stimme für unseren SCF zu erheben. Nach Abpfiff ging es für uns zurück zu den Sprintern und somit auf die Heimreise.
Aufgrund eines Unfalles auf der A8 inspizierte man noch die ländliche Umgebung, ehe man sich ein Weilchen später auf der dreispurigen Piste einreihte. Musikalisch wanderte man zwischenzeitlich auf den Spuren des Herrn, was die einen mehr und die anderen weniger frohlocken ließ. Ansonsten verlief die Heimreise weitgehend gut und ungewohnt früh wurden die heimischen Gefilde erreicht.