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Oops, they did it again. Nicht zum ersten Mal durften Berliner und Freiburger sich über eine miserable Anstoßzeit bei diesem Aufeinandertreffen ärgern. Mehr zu diesem Thema folgt im weiteren Text.

In altbekannter Frühe fiel der Startschuss für die erste Etappe des Autobahnmarathons. Zwar ohne Nitro, aber dafür mit Hochleistungssprit im Tank schepperte die Reisegruppe auf der Betonpiste hoch bis nach Berlin. Durch den eingeplanten Puffer blieb noch Zeit für einen Mittagskick beim BFC Preußen. Der dort aufgefundene Ground wusste mit einigen Stufen, alten Wellenbrechern, klassischen Sitzbänken und reichlich Musik von der blonden Dame zu überzeugen, die zu Recht beim Pokalfinale 2017 aus dem Stadion gepfiffen wurde. Bei günstigen Verpflegungspreisen und Sonnenschein ließ man es sich bis zum Halbzeitpfiff gut gehen. Mit dem Verlassen der Anlage waren wir zwar pünktlich am Parkplatz beim Olympiastadion, mussten dort aber bis kurz vor Anpfiff verharren bis auch die Letzten anwesend waren. Entsprechend zügig wurde drinnen das Material aufgebaut, während das Geschehen auf dem Rasen schon begonnen hatte.

Que sera sera, das frühe Gegentor ist wieder da. Das Früh-im-Rückstand-Monster scheint sich nach der vergangenen Runde bei uns weiterhin sehr wohl zu fühlen. Wie die Mannschaft kam auch der Gästepöbel eher schwerfällig in Fahrt, was auch ein Stück weit der verspäteten Ankunft im Stadion geschuldet war. Wirklich auf Hochtouren kam die Stimmung eigentlich nur nach dem Ausgleichstreffer durch R. Koch in der 36. Minute. Nach gefühlten zehn Jahren fiel endlich mal wieder ein Fernschusstor für den SC. Das darf gerne wiederholt werden meine Herren. Mit einem glücklichen Remis ging es schließlich in die Pause. Während der Ball ruhte, dröhnte der Gassenhauer „Saufen“ aus den Boxen, was wohl dafür sorgte, dass einige Stimmbänder in der Halbzeit mehr strapaziert wurden, als während des Spiels.

Zu Wiederbeginn präsentierten die Ostkurve und der Gästeblock eine gemeinsame Spruchbandaktion, welche auf die erneut ungünstige Spielansetzung bezogen war. Darauf zu lesen war bei der Hertha „IMMER WIEDER SONNTAGS…“ und auf unserer Seite „…KOMMT DIE ERINNERUNG“*. Ergänzend dazu wurden die Daten dreier Sonntagspartien aus der näheren Vergangenheit dem Stadionbesucher vor Augen geführt. In der zweiten Hälfte gelang es unseren Jungs besser in das Spiel zu finden. Von Dominanz konnte trotzdem keine Rede sein. Mit etwas Glück und mehr Durchsetzungswillen hätte man den Lucky-Punch setzen können. Nebenbei feierte Chima Okoroji sein Profidebüt. Am Ende musste man über den Punkt froh sein, der sowieso nicht eingeplant war. Dazu beigetragen hat vermutlich auch der Videobeweis in der 88. Minute. Richtigerweise wurde auf Freistoß entschieden. Art und Weise sorgten dennoch für zweifelnde Gesichter.

Mit dem Punkt und ordentlich Vorfreude auf den bevorstehenden Arbeitstag im Gepäck durchquerten wir die Republik erneut. Zum Leidwesen aller Businsassen wurde festgestellt, dass gar nicht alle Hits von Carmen Geiss auf dem Musikportal mit dem grünen Logo zur Verfügung stehen. Für Abhilfe sorgten unter anderem Rolf und seine Freunde. In diesem Sinne, es wird Zeit für ein Bananenbrot!

 

*Nachtrag für die Ohrwurmfreunde: Düdüdüdüp-Düp