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Letztens der Ausflug nach Sinsheim, nun die Reise in die Autostadt. Da gibt es nicht gerade wenig Orte, in die man lieber zu einem Auswärtsspiel reist, aber so wollte es nun mal der Spielplan. Immerhin hatte man das Vergnügen den Weg nach Niedersachsen im Edel-Bus anzutreten, in welchem man sich Bar und Wasserkocher zunutze machte und kurzerhand ein Weißwurst-Frühstück auf die Beine stellte. Im Stadion angekommen ging es dann für uns zur Abwechslung auf die Sitzplätze des Gästesektors, um den Sport-Club erstmals von dort aus zu unterstützen. Nun stand man vor der Fragestellung, wie und wo genau man die Zaunfahne platzieren möchte. Bis man schlussendlich eine Lösung gefunden hatte, war einige Zeit vergangenen und auch das Material war erst kurz vor Anpfiff vollkommen aufgebaut. Zu Spielbeginn zeigte man auf den Sitzplätzen ein ansehnliches Fahnen-Intro, welches mit einem “Eingetragener Verein“-Banner am Zaun ergänzt wurde.

Wie auch gegen Stuttgart konnte man mit der ersten Chance in Führung gehen. Nach einer Hereingabe von Kübler war es Neuzugang Roland Sallai, der uns in der 7.Minute in Front brachte und somit sein Debüt im SC-Trikot krönte. Eine knappe Viertelstunde später stand jener wieder im Mittelpunkt. Mit einer geschickten Körperdrehung konnte der Ungar einen Elfmeter herausholen, welchen Petersen zunächst vergab, im zweiten Anlauf aber per Kopf verwandeln konnte – Cottbus lässt grüßen. Trotz vieler Bemühungen der Hausherren konnten diese nicht wirklich für Gefahr vor dem Gehäuse Schwolows sorgen und so ging es mit der 2-Tore-Führung für uns in die Pause. Zu Beginn des zweiten Durchgangs war diesmal eine Fahnen-Choreo im Stehplatzbereich des Gästeblocks zu sehen, mit der die Natural Born Ultras ihr 18-jähriges Bestehen feierten. Auf dem Platz behielten unsere Jungs ihre Effizienz zum Glück bei und so war es Mike Frantz, der in der 50. Minute frei vor dem Wolfsburger Kasten auftauchte und auf 0:3 erhöhte. Es war schon ein sehr schöner Anblick, den man nun auf der Anzeigetafel bestaunen durfte. Lediglich ein alter Bekannter namens Admir Mehmedi hatte etwas daran auszusetzen und traf etwa eine halbe Stunde vor Schluss zum 1:3, was jedoch der letzte Treffer in diesem Spiel sein sollte, da unsere Jungs mit kämpferischem Einsatz und einer soliden Defensiv-Leistung nichts mehr anbrennen ließen.

Obwohl man zwar als Szene nicht einheitlich in einem Block stand, machte man sich immer wieder bemerkbar und konnte einen angemessenen Auftritt hinlegen. Nach zuvor 11 sieglosen Auswärtsspielen in der Liga konnte man doch tatsächlich mal wieder mit Punkten in den Breisgau zurückkehren, was die lange Heimreise doch gleich viel angenehmer machte.